Partizipative Jugendforschung

CARE LEAVING IN PROGRESS

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Stay tuned – we're launching in October 2026

Warum ist das Care Leaving in Progress Grundlagenforschungsprojekt notwendig?

Rund 1.000.000 bis 1.020.000 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren leben 2026 in Österreich (Statistik Austria). Die internationale Forschung beschreibt die Phase zwischen Jugend und Erwachsenenalter zunehmend als eigenständige Übergangs- und Entwicklungsphase („Emerging Adulthood“), in der sich zentrale Schritte hin zu ökonomischer, sozialer und persönlicher Eigenverantwortung und Selbstständigkeit vielfach über das 18. Lebensjahr hinaus erstrecken. Die pointierte Formel „25 is the new 18“ verweist auf diese verlängerte Übergangs- und Entwicklungsphase ins Erwachsenenleben und verdeutlicht deren zunehmende Bedeutung für die Bildungsprozesse der 16- bis 25-Jährigen. Sie ist dabei als wissenschaftliche Metapher und nicht als juristische oder normative Altersgrenze zu verstehen.

Für die Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen liegt jedoch keine amtliche Gesamtzahl darüber vor, wie viele dieser jungen Menschen Erfahrungen mit Strukturen und Systemen der Kinder- und Jugendhilfe gemacht haben. Die verfügbaren Statistiken beziehen sich auf einzelne Leistungen, Betreuungsformen und Berichtsjahre und bilden daher die gesamte Gruppe junger Menschen mit Kinder- und Jugendhilfeerfahrung im Alter von 16 bis 25 Jahren nicht ab. Auch für junge Menschen mit Erfahrungen in angrenzenden bzw. ergänzenden Hilfesystemen – etwa der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Behindertenhilfe, Kriseninterventionszentren oder vergleichbaren Einrichtungen – liegt keine österreichweit zusammengeführte amtliche Gesamtzahl für diese Altersgruppe vor.

In Österreich machen jährlich zehntausende Kinder und Jugendliche Erfahrungen mit den Strukturen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Im Jahr 2024 erhielten 45.313 Minderjährige Unterstützung der Erziehung innerhalb der Familie und 13.050 Minderjährige „Volle Erziehung“, also Betreuung außerhalb der Familie, beispielsweise in sozialpädagogischen Einrichtungen oder Pflegefamilien. Zusätzlich wurden 1.550 junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr innerhalb der Familie und 2.243 außerhalb der Familie betreut (Statistik Austria 2024).

Die bestehenden Statistiken und bisherigen Forschungsergebnisse zeigen die Relevanz und Größenordnung des Forschungsfeldes. Zugleich ist bereits gut belegt, dass junge Menschen mit Kinder- und Jugendhilfeerfahrung insbesondere in den Bereichen formale Bildung und gesellschaftliche Teilhabe strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind und Diskriminierung erfahren. Weniger umfassend untersucht ist jedoch, wie junge Menschen diese strukturellen Benachteiligungen, Diskriminierungserfahrungen und Übergänge ins Erwachsenenleben selbst erleben, welche individuellen, kollektiven und strukturellen Herausforderungen und Ressourcen dabei eine Rolle spielen und wie sich ihre Erfahrungen und Unterstützungsbedarfe über den Lebensverlauf entwickeln. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Wohnen, Finanzen, Bildung, Erwerbstätigkeit, soziale Beziehungen, Digitalisierung, gesellschaftliche Teilhabe und Wohlbefinden.

Das Forschungsprojekt setzt an dieser Wissenslücke an. Es untersucht die individuellen und kollektiven Erfahrungen, sozialen Beziehungen, Bildungswege, Ressourcen und strukturellen Unterstützungsbedarfe von jungen Menschen mit Kinder- und Jugendhilfeerfahrung im Alter von 16 bis 25 Jahren. Dabei richtet es den Blick auch auf die formellen und informellen Strukturen, Systeme und Diskurse sowie auf die institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen junge Menschen ihre Übergänge in die, innerhalb der und aus der Kinder- und Jugendhilfe erleben. Untersucht wird, wie diese Kontexte und Bedingungen die Erfahrungen, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten junger Menschen prägen, welche Belastungen und Barrieren dadurch entstehen und wie sich diese auf die Gestaltung eines selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und autonomen Erwachsenenlebens auswirken.

Gleichzeitig ermöglicht das Forschungsprojekt ein gezieltes Begleitprogramm für junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, das die Teilnehmenden während der Studienlaufzeit beim Übergang ins Erwachsenenleben aktiv begleitet und unterstützt. Der CLiP_TransformativeSpace™ ist ein eigens entwickeltes Bildungs- und Beratungsprogramm, das den Studienteilnehmenden während der Studienlaufzeit von Februar 2027 bis Jänner 2029 zur Verfügung steht. Es verbindet Forschung mit konkreter Unterstützung und schafft einen geschützten Raum für Inhalte, Reflexion und Austausch sowie für die Entwicklung individueller und kollektiver Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten im Leaving Care.

Projektdaten

Förderprogramm

FWF Einzelprojekte

Forschungsstätte

Universität Wien | Institut für Bildungswissenschaft

Wissenschaftsdisziplin

Erziehungswissenschaften

Keywords

Kinder- und Jugendhilfe · Fremdunterbringung · Care Leaving · Gesellschaftliche Teilhabe · Bildungswege · Übergänge im Lebensverlauf

Internationale Affiliation

University of Johannesburg, Department of Social Work & Community Development, Südafrika

Wer kann im CLiP Participatory Living Lab teilnehmen?

  • Sie sind zwischen 16 und 25 Jahre alt?
  • Sie haben Erfahrung mit oder in der Kinder- und Jugendhilfe – zum Beispiel in einer Wohngruppe, Wohngemeinschaft oder Pflegefamilie?
  • Sie leben mit einer Behinderung und nicht bei Ihrer Familie oder haben über einen längeren Zeitraum Erfahrungen in einem Kriseninterventionszentrum (KIZ) oder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gemacht?
  • Sie haben keine Kinder- und Jugendhilfeerfahrung, leben ohne Behinderung und möchten an der Vergleichsgruppe teilnehmen?

Dann laden wir Sie herzlich ein, an der anonymen CLiP-Studie und am exklusiven CLiP_TransformativeSpace™ teilzunehmen.

Wie läuft die Teilnahme im CLiP Participatory Living Lab ab?

1. Auf das CLiP-Projekt aufmerksam werden und Interesse bekunden

Sie erfahren über unterschiedliche Wege von der CLiP-Studie – zum Beispiel über Social Media, unsere Website und Plattformen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, persönliche Empfehlungen, Veranstaltungen oder andere Kooperationspartner*innen.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich selbst direkt bei uns melden oder über eine der genannten Möglichkeiten mit uns in Kontakt treten. Auch wenn Sie von einer Einrichtung, einer Fachperson oder einer anderen Person auf die CLiP-Studie aufmerksam gemacht wurden, entscheiden Sie selbst, ob Sie Kontakt mit dem Forschungsteam aufnehmen und teilnehmen möchten.

2. Informationen erhalten und Informierte Einwilligung geben

Sie erhalten alle wichtigen Informationen zur CliP-Studie, zum Ablauf der Teilnahme, zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als Studienteilnehmer*in. Anschließend entscheiden Sie, ob Sie teilnehmen möchten.

Wenn Sie teilnehmen möchten, füllen Sie die Informierte Einwilligung aus. Erst nach erfolgter Informierter Einwilligung dürfen wir Sie zur Teilnahme an der CLiP-Studie und in den CLiP_TransformativeSpace™ einladen.

3. Termin vormerken

Sie wählen einen Termin und den Ort aus, an dem Sie an der Erhebung teilnehmen können.

4. Zum Termin kommen

Am vereinbarten Termin kommen Sie zum jeweiligen Erhebungsort.

5. An der CLiP Gruppendiskussion teilnehmen

Sie nehmen an einer moderierten CLiP-Gruppendiskussion mit Dr. Maria Groinig und Manuel Scherer Langbehn teil und bringen Ihre persönlichen Erfahrungen, Perspektiven und Ideen ein.

6. CLiP Survey ausfüllen

Zusätzlich zur CliP-Gruppendiskussion füllen Sie den CLiP-Survey (Fragebogen) aus.

7. Im CLiP_TransformativeSpace™ teilnehmen und informiert bleiben

Aktuelle Informationen zur CLiP-Studie und zu den Erhebungen werden regelmäßig im CLiP_TransformativeSpace™ besprochen. Dort können auch Fragen geklärt und Erfahrungen ausgetauscht werden.

CLiP-Erhebungen im Überblick

CLiP-Erhebungswoche I
7/2027-12/2027

Zeitaufwand: 13:00-17:00 Uhr (4 Stunden)
Aufwandsentschädigung: €50 pro Person
Teilnehmer*innen pro Termin: 6-10 Personen

CLiP-Erhebungswoche II
1/2028-6/2028

Zeitaufwand: 13:00-17:00 Uhr (4 Stunden)
Aufwandsentschädigung: €50 pro Person
Teilnehmer*innen pro Termin: 6-10 Personen

CLiP-Survey
7/2027-6/2028

Zeitaufwand: 15 Minuten
Aufwandsentschädigung: € 20 pro vollständig ausgefülltem Fragebogen
Teilnehmer*innen: 60-200 Personen
Vergleichsgruppe: 12-20 Personen

Vergleichsgruppe Wien

Termin & Ort: Stay tuned

Vergleichsgruppe Kärnten

Termin & Ort: Stay tuned

Wien

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Salzburg

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Burgenland

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Vorarlberg

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Steiermark

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Tirol

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Kärnten

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Oberösterreich

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Osttirol

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Niederösterreich

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An der digitalen Befragung teilnehmen

- Informationen folgen in Kürze -

CLiP_TransformativeSpace™

Nimm das Leben selbst in die Hand: Neue Horizonte. Teilhabe. Perspektiven.

Jeden Donnerstag, von 19:00 bis 20:30 Uhr digital via ZOOM

Jahresabo: € 69,00 zzgl. 20 % USt. pro Person und Monat bei jährlicher Bindung

Exklusiv für CLiP-Studienteilnehmer*innen: Februar 2027 bis Jänner 2029 kostenfrei!

TEAM

Dr. Maria Groinig

Dr. Maria Groinig

PI & Senior Research Associate

… leitet das CLiP Projekt und den CLiP_TransformativeSpace™.

Dr. Wolfgang Hagleitner

Dr. Wolfgang Hagleitner

Postdoc

… ist für den CLiP Survey verantwortlich und unterstützt das CLiP Projekt mit seiner langjährigen wissenschaftlichen Expertise.

Manuel Scherer Langbehn

Manuel Scherer Langbehn

Predoc

… unterstützt das CLiP Projekt und den CLiP_TransformativeSpace™ mit seiner therapeutischen Expertise.

Boards & Formate

Format

Advisory Board

Termine

February 2027 (EN)
Feburary 2028 (EN)

Materialien

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Format

AI & SM Implementation Training

Termine

March 2027 (DE)

Materialien

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Format

Team Meeting

Termine

September 2026 (DE)
September 2027 (DE)
September 2028 (DE)

Materialien

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Format

Sounding Board

Termine

October 2027 (DE & EN)
October 2028 (DE & EN)

Materialien

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Collaborative Reflection Board

Termine

Nov/Dez 2026 (DE)
Nov/Dez 2027 (DE)
Nov/Dez 2028 (DE)

Materialien

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